STANDYBY FLIEGEN – 11 Goldene Regeln

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Die 11 goldenen Regeln des Standby Fliegens

Regel #1 Trau Dich!

Ich kennen viele Angestellten bei Airlines, die sich nicht trauen ihre Flugkonditionen zu nutzen. Natürlich versteht man es in dem Fall, wenn eine Großfamilie im Schlepptau ist und man auf Ferienzeiten angewiesen ist. Ich selbst aber möchte jedem Mut zusprechen. Wir sind innerhalb von Europa, Asien, Mittel- und Nordamerika standby geflogen und es hat so gut wie immer geklappt! Ich war über Pfingsten in New York, über Ostern in Wien und meine Kolleginnen fliegen gerne allesamt einen Tag vor Heilig Abend in die Heimat. Ich fliege mit meiner eigenen Airline, mit Airlines unserer Allianz, aber auch mit ganz „fremden“ Airlines. Fazit: am Ende klappt es meistens!

Regel #2 Habe einen Plan B

Ich bin ein Sicherheitsfanatiker und gerade wenn ich vor Ort einen Mietwagen gebucht habe, möchte ich sicher sein auch am Ziel anzukommen. Daher fliege ich eigentlich immer Routen, auf denen es innerhalb der nächsten 24 Stunden eine weitere Möglichkeit gibt. Oder liste mich bei einer weiteren Airline, die dieselbe Route fliegt.

Regel #3 Buche Deine erste Nacht in einer Unterkunft, die nicht Deine Kreditkarteninformationen benötigt

Für den Fall, dass Du nicht auf Deinem Wunschflug mitkommst, kommst Du ggfl. einen Tag später ans Ziel. Booking.com bietet Dir die Möglichkeit direkt nach Unterkünften „ohne Kreditkartenzahlung“ zu suchen. airbnb würde ich für die ersten Nächte nicht empfehlen, denn auch bei der Buchung einer „flexiblen“ Unterkunft kannst Du nur maximal einen Tag vor Anreise stornieren. Außerdem belastet airbnb sofort bei der Buchung Dein Konto, was ich persönlich nicht gut finde. Eine Unterkunft, die nicht Deine Kreditkarteninformationen hat, wird Dir auch im Nachhinein nichts berechnen können.

Regel #4 Bau Dir ein Airliner-Netzwerk auf

Sicher kennst Du jemand, der jemand bei einer anderen Airline kennt. Oder ein Kollege wechselt zu einem neuen Arbeitgeber in der Luftfahrtbranche. Versuche Dir Kontakte aufzubauen und Kontakte zu halten. Es wird der Tag kommen, wo Du mit einer anderen Airline fliegen möchtest und Du dringend eine Info brauchst, wie Flug X an Tag X  aussieht. Natürlich revanchierst Du Dich in Deinem Netzwerk und beantwortest Fragen zu Verfügbarkeiten bei Deiner Airline.

Regel #5 Lass Dir immer am Check-in ein SBY Ticket geben und regel die Sache direkt am Gate

Die größte Gefahr des Standby-Reisenden sind unfähige Check-in Mitarbeiter! Gerade auf großen Flughäfen kann es zur Falle werden, wenn Du draußen am Check-in warten musst, bis der Flug geschlossen ist. Oft schafft man es dann zeitlich nicht mehr rechtzeitig durch die Security bis zum Gate zu kommen. Bestehe daher darauf, Dir ein Standby-Ticket geben zu lassen, mit dem Du schon die Security passieren kannst und warte direkt am Gate auf Deine Confirmation.

Regel #6 Meide den Ferienanfang

Ja, auch am Freitag vor den großen Ferien kann man mit viel Glück einen Platz nach Malle im Flieger ergattern. Ich selbst hatte auch vor Feiertagswochenende und in Ferienzeiten immer Glück. Auf der sicheren Seite bist Du natürlich, wenn Du einen Flug in der Y eher für einen Donnerstag anpeilst oder einen Flug in der C für einen Samstag.

Regel #7 Checke den Aircraft Type und meide Kleinflugzeuge

Airlines arbeiten in der Steuerung von Sitzplatzkapazitäten mit den ermittelten No-Show-Raten der Vergangenheit. Gerade bei kleineren Maschinen wie Bombardier Q400 mit weniger Bestuhlung bedeutet dieselbe prozentuale No-Show Rate weniger freie Plätze als auf einem großen Flieger. Liste Dich daher lieber auf einer größeren Maschine.

Regel #8 Lade Dir die App Stafftraveler runter und melde Dich in einschlägigen Facebook Gruppen an

An irgendeiner Stelle wird das mühsam aufgebaute Airliner-Netzwerk immer ein Loch haben. Für diesen Fall hilft Dir die Community der App Stafftraveler. Du stellst eine Anfrage für Deinen Flug und erhälst von einem Mitarbeiter der jeweiligen Airline die Verfügbarkeiten. Andersrum kannst Du Dich revanchieren und damit Credits für weitere Anfragen sammeln. Eine tolle Sache! Auf Facebook gibt es außerdem zahlreiche Gruppen wie „Check the flight load“. Hier hilft man sich gegenseitig. Es lohnt sich immer, sich in mehreren Gruppen anzumelden. Gerade Mitarbeiter amerikanischer Airlines sind häufig in anderen Gruppen organisiert als Mitarbeiter bei den Golf Airlines oder europäischer Airlines.

Regel #9 Informiere Dich gerade bei großen Drehkreuzen, ob es ein Terminal für Stafftraveler gibt

Gerade an Basen mit vielen Mitarbeitern gibt es häufig ein eigenes Terminal oder einen eigenen Schalter, an dem alle Standby Flieger abgefertigt werden. Beim Umsteigen ist Zeit alles. Je besser Du informiert bist, wo Du als „Spezialfall“ Dein Ticket bekommst, desto bessere Chancen hast Du, dass Du Deinen Flug auch erreichst. Nach meinem aktuellen Kenntnisstand haben z.B. Rom, Abu Dhabi und Windhoek ein solches Terminal bzw. einen Counter.

Regel #10 Sammel Geschichten und meide bestimmte Routen

Als Standby Reisender wirst Du immer wieder viele Geschichten anderer Standbys hören. Manchmal wartet man zusammen am Gate mit Kollegen anderer Airlines auf das Closing oder tauscht sich im Büro mit den Kollegen aus. Höre Dir die Erfahrungen der anderen an und baue Dir einen Erfahrungsschatz auf. So lernst Du zum Beispiel, dass Lufthansa Flüge nach Bangkok ein sicheres Stehenbleiben bedeuten, inneramerikanische Flüge immer eine Herausforderung sind und man die Osterinseln von Santiago aus lieber fest buchen sollte.

Regel #11 Never trust the Smiley

Last but not least: Vertraut nicht den MyID Travel Smileys. Als ich nach Miami stehen blieb, grinste mich der Smiley immer noch grün an. Kollegen über Kollegen haben versucht das Smiley-Geheimnis zu lösen und sind daran gescheitert. Bei manchen Airlines ist der Smiley immer auf gelb, bei anderen ist er „dauergrün“. Ein roter Smiley heißt jedoch immer: Achtung dieser Flug ist bereits überbucht. Aber auch ich bin schon oft den „roten Smiley“ geflogen. Jede Airline überbucht anders und nicht jede Airline arbeitet mit denselben Systemen. Daher lieber Stafftraveler App als Smiley-Glaskugellesen! Am Ende lacht sonst der Smiley, nicht Du.

 

Wie ich ein spontanes „Standby-Wochenende“ plane, findet Ihr HIER.

Standby auf einen Langstreckenflug zu gehen, ist finanziell gesehen etwas riskanter. Meine Tipps findet Ihr HIER.

 

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