Geheimtipps für MONTENEGRO

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Montenegro klingt nach Italien, ist aber auf dem Balkan

Montenegro ist ein kleiner Balkanstaat, den nur wenige als Reiseland auf dem Schirm haben. Tatsächlich hat das kleine Land aber einiges an landschaftlicher Schönheit zu bieten. Die Bucht von Kotor erinnert an einen der riesigen Fjorde Norwegens. Die hübschen alten Hafenstädte aus Naturstein zeigen die Nachbarschaft zu Kroatien. Im Hinterland hingegen findet man eine Schweizer Landschaften mit hellblauen Bergseen, schroffen Hochgebirgen und Skigebieten mit Holzchalets. Der Name des Landes stammt übrigens aus seiner venezianischen Vergangenheit.

Irre Fjorde, prima Straßen und Bezahlen mit dem Euro

Küste und Hinterland lassen sich in weiten Teilen gut mit dem Mietauto erkunden – dem Straßeninvest der EU sei Dank. Wir hatten die schlimmsten Dinge über die Straßen in Montenegro gelesen. Umso überraschter waren wir, als wir dann teilweise komplett alleine auf neuen mehrspurigen „Autobahnen“ unterwegs waren.  Bezahlen ist ähnlich bequem, denn Montenegro hat bereits den Euro. Als „Noch-Nicht-EU-Staat“ gibt es allerdings keine montenegrinische Prägungen.

Montenegro ist Euer Reiseziel:

  • wenn Ihr atemberaubende Landschaften und Roadtrips liebt
  • wenn Euch Norwegen zu teuer ist
  • wenn Ihr günstig Skifahren wollt
  • wenn Ihr gerne Lost Places erkundet

 

Ein perfektes Reiseziel, wenn Ihr nur ein paar Tage Urlaub habt

Am einfachsten erreicht Ihr Montenegro vom Flughafen Dubrovnik (Kroatien) aus, der gleich hinter der Grenze liegt. Ich weiß, dass z.B. die Autovermietung Sixt Grenzübertritte mit dem Mietauto auf dem Balkan erlaubt gegen eine zusätzliche Gebühr.  Natürlich kann man auch in die Hauptstadt Podgorica fliegen, allerdings gibt es dorthin ein deutlich geringeres Flugangebot als nach Dubrovnik. Das Land bietet sich aufgrund seiner niedlichen Größe bereits für eine kurze Reise von 5-7 Tagen an.

Die Russen sind schon lange da

Montenegro ist in der Hand russischer Touristen. Leider werdet Ihr daher auch die eine oder andere kleine Bausünde an der Küste sehen. Das Land ist bei den Russen beliebt, weil anders als in anderen Mittelmeerländern in Montenegro kein Schengenvisum notwendig ist. Der Hotelboom der 80er und 90er Jahre hat einige Ruinen hinterlassen, die Ihr ohne Probleme besichtigen könnt. Absperrgitter und Zäune wurden auf dem Balkan noch nicht erfunden.  Daher gibt es auch für Lost-Places Fans einiges zu erleben im kleinen Montenegro. 😉

duck

10 Tipps für eine kleine Rundreise durch Montenegro

 

 

#1 Ausblick von der P11 auf das Fjord

Die Bucht von Kotor sieht nicht anders aus als ein norwegisches Fjord. Steil ragt die Küste aus dem Meer und die Bucht schlängelt sich weit ins Landesinnere hinein. Den schönsten Blick habt Ihr, wenn Ihr von der Straße P11 aus Norden kommend in Richtung Meer fahrt! (Foto: Holidaycheck)

kotor fjord

 

#2 Die Toteninsel Sveti Đorđe

Kennt Ihr das berühmte Gemälde „Die Toteninsel“ von Arnold Böcklins? Die kleine Insel in der Bucht von Kotor soll Inspiration für das Bild gewesen sein. Die Insel im Fjord ist leider nicht zu besuchen. Hier befindet sich ein Benediktiner Kloster. Von Weitem gibt die Mini-Insel aber eh ein viel besseres Fotomotiv ab.

Mininsel-Kotor

 

#3 Wandern und Skifahren im Durmitor Nationalpark

Seitdem ich weiß, dass Dubai im Iran Skifahren geht, wundern mich Skigebiete an unerwarteten Orten eigentlich nicht mehr. Auch der Dumitor Nationalpark beherbergt ein großes Skigebiet und lädt im Sommer zum Wandern ein. Im Nationalpark gibt es zahlreiche saphirblaue Bergseen auch im Hochsommer schneebedeckte Gipfel zu sehen. Im Bergdorf Zabljak, das sowas wie das Zentrum des Nationalparks ist, findet Ihr neben kleinen gemütlichen Bergchalets mit dem SOA ein erstklassiges Hotel, das man so nicht in Montenegro mitten in der Bergen erwartet hätte.

Dumitor-Nationalpark

 

#4 Stausee in krasser Landschaft: der Pivsko Jezero

Der Pivisko Jezero ist der größte Stausee Montenegros und liegt einmalig mitten im Gebirge. Teilweise erheben sich 2000m hohe Berge direkt neben dem See.

 

#5 Die mittelalterlichen Gassen von Kotor 

Wie eine Burg wirkt die Stadt, die es schon vor 2000 Jahren gab. Die Häuser sind aus grobem Felsstein gebaut und von einer massiven Stadtmauer umgeben. In der Altstadt findet Ihr viele kleine Restaurants und Läden. Probiert eine Flasche montenegrinischen Wein – Montenegro besitzt nämlich viele alte Weingüter.

Kotor

 

#6 Roadtripping auf der E762

Diese Straße schlängelt sich aus dem Hochgebirge an der bosnischen Grenze hinunter bis Podgorica und ist ein Traum für alle Road-Trip Fans. Es geht vorbei an blauen Bergseen, über hohe Brücken und durch kleine Bergtunnel. Auch fahrt Ihr eine lange Zeit direkt am schönen Pivsko Jezero vorbei.

E764

 

#7 Lost Places erkunden: Hotel Fjord

In der Gegend von Kotor findet ihr die Überreste des Hotel Fjords. Was in Deutschland abgesperrt und bereits abgerissen wäre, ist in Montenegro noch frei zu erkunden. Das Hotel Fjord war einmal ein 5-Sterne Haus und hatte dem letzten Foto nach seine beste Zeit irgendwann in den tiefen 80er Jahren. Im Pool schwimmen die Reste von verottenden Sofas und die kleine Seebrücke zeigt noch heute die illustre Lage des Hotels. Was genau das Ende des Hotels bedeutet hat, haben wir nicht herausgefunden. Auf jedenfall aber ein cooler Ort, den Ihr gesehen haben solltet. Aber fallt nicht in die Fahrstuhlschächte!

Hotel Fjord Montenegro - 3

Hotel Fjord - Montenegro - 3

IMG_0925

Hotel Fjord Montenegro - 2

 

#8 Baden in Budva

Budva ist fest in russischer Hand und DER Badeort Montenegros. Überall um die Stadt herum entstehen gerade ziemlich hässliche Appartmenthäuser und Hotels. Wie Kotor hat Budva aber eine sehr schöne Altstadt, die einen Besuch lohnt. Direkt vor der Altstadt findet Ihr einen der schönsten Badestrände Montenegros.

 

 

#9 „The worst border crossing road in Europe“

Unter diesem Begriff findet man das ein oder andere Youtube-Video zu diesem Spaß. Ihr wollt einmal über den fiesesten Grenzübergang in Europa fahren? Dann nehmt die M18 von Bosnien aus kommend in Richtung Montenegro. Die Straße wird immer schmaler, irgendwann ist sie dann komplett unasphaltiert. Leitplanken gibt es schon lange nicht mehr. Ausweichmöglichkeiten? Fehlanzeige. Während einem ein Reisebus im Nacken sitzt, fragt man sich was man eigentlich nun macht, wenn Gegenverkehr kommt.  Irgendwann erreicht man eine kleine Hütte und dahinter eine morsche Holzbrücke. Die Grenze ist erreicht. Kurz hinter der Brücke, man hatte sich gerade an die Sowjetzeit und den Ziegenpfadcharme gewöhnt, dann plötzlich…eine modernste Grenzstation. Wie ein Ufo kommt sie einem nach einer Stunde auf der schmalen Sandpiste vor. Dahinter beginnt eine perfekte mehrspurig aspaltierte Straße und Montenegro. So einen Grenzübergang gibt es vermutlich nur noch einmal in Europa.

Geheimtipps für BOSNIEN findet Ihr hier!

Hum Scepan Polje

Grenze Bosnien

 

#10 Die Tara-Schlucht

Die Tara Schlucht ist mit ihrer Länge von 78km die längste und tiefste Schlucht Europas. Besonders beeindruckend ist die Brücke bei Mojkovac, auf der die E65 die Schlucht überwindet. In der Schlucht selber werden Rafting Touren angeboten.

 

Unsere Route durch Montenegro

Ich habe Montenegro mit Unifreunden zusammen im Rahmen einer großen Balkantour bereist. Startpunkt und Endpunkt war Dubrovnik. Dazwischen ging es bis nach Zagreb, durch Bosnien und bis in den Süden durch Montenegro. Wir waren insgesamt zwei Wochen unterwegs. Der Balkan ist eine wahnsinnig spannende vielfältige Region und gerade der Mix verschiedener Balkanländer auf einer Reise lässt einen die Gegend erst richtig verstehen. Wir sind von Bosnien aus kommend im Inland über die Grenze nach Montenegro gekommen und bis hoch in den Durmitor Nationalpark gefahren. Hier würde ich empfehlen, unbedingt 1-2 Tage zu bleiben und Wandern zu gehen. Weiter ging es ans Meer nach Budva und Kotor und dann entlang des beeindruckenden Fjords an der Küste entlang zurück nach Kroatien.

Route durch Montenegro.png

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