13 Spartipps für ISLAND

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Man beobachtet traurige Szenen unter Touristen in Island. Gut situierte ältere Ehepaare, die andächtig nur noch Suppen schlürfen, Freunde, die gemeinsam ein Sandwich essen und Berufstätige, die sich zähneknirschend wieder gemeinsam mit anderen ein Bad teilen. Wie zu Studentenzeiten im Hostel. Aber das für 120 Euro pro Nacht. Ja, Island ist wirklich kein günstiges Reiseziel. Bei Preisen von 12 Euro für schnöden Schablettenkäse und 1,20 Euro für eine einzelne (!) Cherrytomate möchte man auch gleich viele Supermärkte fluchtartig verlassen. Ganz zu schweigen von wenig noblen Restaurants, in denen man locker für 50 Euro pro Person isst und trinkt. Ein guter Preisindikator ist auch immer der Döner-Index. In Reykjavik zahlt Ihr für einen normalen Döner geschlagene 15 Euro.

Wie überlebt man also zwei Wochen Island ohne zu verhungern, Bankrott zu gehen oder sich über fremde Haare in der Dusche zu ekeln? Zunächst zwei gute Nachrichten: Der Eintritt zu allen isländischen Naturwundern ist kostenlos. Und Island ist nicht das teuerste Land in Europa. In Norwegen werdet Ihr nämlich noch ärmer.

Ich habe Euch ein paar Tipps zusammen gestellt, wie Ihr auch in Island Eure Reisekasse schonen könnt und trotzdem einen tollen und erholsamen Urlaub verbringt.

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Meine 13 Spartipps für Island

 

# 1 Meidet unbedingt Restaurants

Eine einfache Pizza Margerita für 25 Euro bekommt Ihr wohl nur in einer Touristenfalle am Hauptplatz in Venedig – und in einer einfachen isländischen Dorfgaststätte. Verzichtet daher lieber für die Zeit Eures Urlaubs aufs Essengehen. Die günstigsten Optionen in Restaurants sind übrigens Suppen, die preislich zumeist erst bei 13 Euro starten. Sollte selber Kochen für Euch gar nicht infrage kommen, dann greift auf Fastfood zurück. Einen Hotdog an einer Hotdogbude bekommt Ihr bereits für 4,50 Euro. Solltet Ihr allerdings auf der Ringstraße oder in den Westfjorden unterwegs sein, wird es häufig keine entsprechenden Möglichkeiten geben.

 

# 2 Importiert Euch deutsche Lebensmittel

Bringt am besten möglichst viele nicht verderbare Lebensmittel gleich aus Deutschland mit. Damit liegt Ihr bei den meisten Produkten mindestens 50 Prozent unter den isländischen Supermarktpreisen. Ja, eigentlich sollten pro Person laut Zoll nur maximal 3 KG Lebensmittel eingeführt werden, aber tatsächlich werden meist nur die Wohnmobile auf den Fähren kontrolliert.
Lasst Euch von der Campingküche inspirieren, denn die Gerichte sind schnell auch unterwegs gemacht und beinhalten zum grossen Teil haltbare Lebensmittel. Ein paar Tipps:

  • Hotdogs mit Röstzwiebeln, sauren Gurken und Würstchen aus dem Glas
  • Wraps gefüllt mit Mais, Eisbergsalat und haltbarem Frischkäse
  • Couscoussalat mit getrockneten Tomaten

Achtet darauf dass Eure Unterkunft eine Küche hat. Viele familiengeführte Bed & Breakfasts haben eine Gemeinschaftsküchen für alle Gäste. Hier könnt Ihr abends Pasta oä schnell zubereiten.

 

# 3 Kauft bei Bonus ein

Wenn Ihr noch etwas vor Ort besorgen müsst, dann geht unbedingt zum hiesigen Discounter Bonus. Die Supermarktkette mit dem Sparschwein als Logo hat die besten Preise im Land. Wer hätte schon gedacht, dass es Einweggrills in Island für 2,80 EUR gibt?

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# 4 Esst Hummer an der Hummerbude

Ihr wollt nicht auf lokale Spezialitäten verzichten? Dann gönnt Euch eine Hummersuppe. Diese findet Ihr auch in toller Qualität für ca. 13 Euro an Imbissbuden z.B. in Reykjavik am Hafen oder in Höfn (je nach Saison).

 

# 5 Bucht Euch Unterkünfte mit Frühstück

Beim Buchen von Unterkünften solltet Ihr darauf achten, dass das Frühstück im Preis mit inbegriffen ist. Die Isländer wissen um die Preissituation für Touristen in ihrem Land. Daher findet Ihr häufig Croissants, Müsliriegel oä am Frühstücksbuffet. Gute Sachen zum Mitnehmen also. Und auch ein paar Brote für unterwegs sind schnell geschmiert.

 

# 6 Bucht Unterkünfte zeitig

Die Touristenzahlen in Island sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Nach unserem Empfinden beim Stöbern auf Booking und airbnb gibt es nach wie vor in vielen Gegenden nur eine überschaubare Anzahl an Unterkünften. Die günstigsten Doppelzimmer liegen für die Sommerzeit (2017) bei ca. 100-120 Euro die Nacht. Um sicher zu stellen, dass Ihr das beste für diesen stolzen Preis bekommt und dazu noch eine Unterkunft ohne Gemeinschaftsbad aber mit Kochmöglichkeit, bucht ca. 6 Monate im Voraus, wenn Ihr in den Sommermonaten reist.

 

# 7 Kostenlose heiße Quellen statt Blue Lagoon

Die Blue Lagoon mit ihrem hellblauen Quellwasser ist wohl DER Klassiker unter den Sehenswürdigkeiten in Island. Kostete der Eintritt pro Person laut unserem Reiseführer in 2013 noch ca. 28 Euro, sind es heute sportliche 60-80 Euro in der Hauptsaison je nach Uhrzeit. Auch das Myvatn Nature Bath im Norden, was in Blogs oft als günstige Alternative gehyped wird, überraschte uns in 2017 mit 43 Euro Eintritt. Wenn Ihr trotzdem in heissen Quellen baden wollt und das umsonst, dann macht Euch auf die Suche nach einem der vielen (kostenlosen) Hotpots mitten in der grandiosen Natur Islands.

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# 8 Schaut spontan nochmal bei Mietautos rein

Wir haben kurzfristig nochmal nach Mietwagenangeboten geschaut, weil wir eine stornierbare Reservierung hatten. Ein bis zwei Wochen vor unserem Abflug kamen nochmal so gute Angebote herein, dass wir kurzentschlossen umgebucht haben. Gerade teurere Anbieter wie Sixt oder Avis haben dann häufig Last-Minute Angebote.
Für 10 Tage haben wir am Ende 270 Euro mit Vollkasko für einen Kleinwagen gezahlt. Achtet unbedingt darauf, dass Reifenpannen mitversichert sind.

 

# 9 Free Walking Tour Reykjavik

In Reykjavik gibt es täglich zwei stündige Free Walking Touren. Ihr zahlt danach dem Guide, was Ihr für angemessen haltet und zahlen könnt.

 

# 10 Lieber im Mai und Juni reisen statt im Juli und August

Vor der eigentlichen Hauptsaison sind die Preise für Unterkünfte oft noch niedriger und das Angebot deutlich grösser. Im Mai und Juni sind die Tage ausserdem ähnlich lang wie im Juli und August. In den Juni fällt zudem Midsommer mit der kürzesten Nacht des Jahres. Schon Wochen vorher gleicht die Nacht nur einer Dämmerung. Im späten Frühling haben die vielen isländischen Schafe süße kleine Lämmchen, die Islandponys haben Fohlen und viele Landschaften sind saftig grün.

 

# 11 Keflavik statt Reykjavik zum Übernachten

Wenn Ihr eine Rundreise durch Island plant, wird Reykjavik meist Euer erster Zwischenstopp sein. Verbringt die erste Nacht lieber im Ort Keflavik nahe des Flughafens und besucht Reykjavik am nächsten Tag und schlaft dann wieder ausserhalb der Stadt an der Ringstraße. In Keflavik findet Ihr deutlich günstige Übernachtungspreise als in Reykjavik. Unser tolles „Schnäppchen“ mit leckerem Frühstück für 85 Euro die Nacht kann ich wärmstens empfehlen. Auch der Fluglärm hält sich in Keflavik sehr in Grenzen. Schön und günstig übernachtet mit eigenem Bad und Frühstück haben wir hier.

 

# 12 Schotterparkplatz bei Þingvellir

Das Þingvellir ist eine der beliebten Sehenswüdigkeiten auf dem Golden Circle. Hier haben die Isländer als erstes erkannt, dass man auch mit Parkraumbewirtschaftung an schönen Naturschauplätzen noch etwas dazuverdienen kann. Der Parkplatz schlägt dann auch gleich mal mit 4,50 EUR zu Buche. Vor dem eigentlichen Parkplatz gibt es auf der linken Seite der Straße ca. 500m vorher einen Schotterparkplatz. Kostenlos und Ihr seid mindestens genauso schnell in der Schlucht.

 

# 13 Es muss nicht die ganze Insel sein

Der Traum eines jeden Island-Reisenden ist wohl zumindest eine Tour auf der Ringstraße- einmal um die Insel herum. Wir haben sowohl die Ringstraße als auch die Westfjorde auf unserer Reise komplett abgefahren. Fazit: Benzin ist ca. 10-20% teurer auf Island und Ihr findet eigentlich Island im Kleinen auch in Reykjavik und Umgebung. Wer sparen möchte, dem empfehle ich einen Standorturlaub im günstigen Keflavik mit kurzen Tagestouren in Südwest-Island. Die Halbinsel Reykjanes bietet wie das Myvatn Gebiet im Norden tolle Blubberlöcher, Fumarolen und Vulkanlandschaften. Im Süden findet Ihr außerdem besonders viele heiße Quellen und teilweise sogar beeindruckendere Wasserfälle als auf dem Rest der Insel. Islandponys gibt es natürlich auch.

Heiße Quellen Island

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