Geheimtipps für ISLAND entlang der Ringstraße

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Alle wollen nach Island

Ob Amerikaner, Europäer oder Asiaten – die Welt ist gerade fasziniert von Island. Wir hatten jedenfalls nicht erwartet, mitten in der Einöde auf Inder und Chinesen mit Selfiesticks zu treffen. Aber ja, auch Asien ist schon da. Spätestens die sympathische isländische WM Nationalmannschaft hat das kleine Land im hohen Norden endgültig populär gemacht. Island erlebt gerade einen unglaublichen Tourismusboom. Noch findet Ihr Einsamkeit und kostenlose Naturwunder. Es wird sich zeigen, wie sich das Land mit den steigenden Touristenzahlen umgeht.

Preislich ist Island leider hart an der Schmerzgrenze

Preislich ist es für Europäer leider schon jetzt schmerzhaft nach Island zu fliegen. Die Krone ist derzeit (Mitte 2017) so stark gegenüber dem Euro, dass ein Islandurlaub schnell zur Once-in-a-Lifetime-Experience wird. Daher habe ich Euch ein paar Spartipps für Eure Islandreise zusammengestellt. Aber auch bei höheren Ausgaben und schlechtem Wetter, werdet Ihr eine Reise auf die mystische Insel nicht bereuen! Die Natur ist einfach unglaublich.

Mit dem Mietwagen einmal um die Insel

Eine klassische Islandreise führt Euch normalerweise in die Region um Reykjavik oder auf der Ringstraße einmal um die Insel herum. „Fortgeschrittene“ fahre dann meist in einem weiteren Island-Urlaub in die abgelegenen und beeindruckenden Westfjorde. Selbstfahren ist auf Island kein Problem und sogar notwendig, um in viele Gegenden der Insel zu kommen. Ein normaler Kleinwagen reicht aus. Einen 4×4 benötigt Ihr wirklich nur im Hochland. Wir sind im Uhrzeigersinn um die Insel gefahren. Damit fuhren wir interessanterweise entgegen des Touristenstroms und hatten weniger Verkehr. Mein Tipp: Plant Euch ruhig lange Fahrzeiten ein. In Island ist der Weg das Ziel. Das Wetter ist unberechenbar. Im Auto jedoch seid Ihr warm und gemütlich mit Dauerpanoramen unterwegs. Wettertechnisch hätten wir z.B. im Juni gar keine Wanderungen machen können und waren im Nachhinein froh, dafür keine Zeit eingeplant zu haben.

 

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MEINE 13 GEHEIMTIPPS FÜR EUREN URLAUB AUF ISLAND ENTLANG DER RINGSTRAßE

 

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#1 Die Hummersuppe im Sea Baron in Reykjavik

Wie schon in meinen  13 Spartipps für ISLAND geschrieben, solltet Ihr Essen in Restaurants in Island vermeiden, wenn Ihr nicht arm wieder nachhause fliegen wollt. Aber eine isländische Spezialität solltet Ihr Euch einmal auf der Reise erlauben.  Das Sea Baron ist mehr eine Bude als ein Restaurant und liegt direkt am Hafen von Reykjavik. Hier bekommt Ihr eine leckere frische Hummersuppe, mit Brot und Butter für (isländisch) faire 12,50 EUR. Wasser und verschiedenste Soßen gibt es kostenlos dazu.

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Restaurant finden

 

#2 Hinter dem Wasserfall – Seljalandsvoss

Island hat die großartigsten und sicher auch die meisten Wasserfälle der Erde im Angebot. Ich könnte hier mindestens 10 beeindruckende Wasserfälle aufführen, die Ihr unbedingt gesehen haben müsst. Da aber noch so viele andere Naturspekatel in Island auf Euch warten, soll an dieser Stelle nur mein „Lieblingswasserfall“ genannt werden.  Persönlich am besten hat mir der Seljalandsvoss und sein kleiner Nachbar ca. 500m Fußweg entfernt gefallen. Das Besondere an diesem Wasserfall: Ihr könnt hinter den Seljalandsvoss laufen und durch das reißende Wasser in die weite Landschaft blicken.  Der „Nachbarwasserfall“ ist übrigens ebenso schön wie andersartig. Ihr müsst zunächst eine enge steile Schlucht durchqueren bis Ihr zum Wasserfall gelangt.

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Seljalandsvoss

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#3 Der Diamond Beach

Ein cooles Fotomotiv ist der Diamond Beach. Gegenüber der Eislagune liegen weiße und blaue Eisbrocken auf schwarzem Lavasand. Manche davon sehen aus wie aus Glas. (Nach Meinung der Isländer wie Diamanten.)

Diamond Beach Island 2

Diamond Beach Island

 

#4 Mysteriöser Strand bei Vík í Mýrdal

Seltsame Basaltformationen säumen den schwarzen Lavastrand von Reynisfjara. Höhlen mit mysteriösen kubistischen Deckenformationen und lange Steinquader bieten tolle Fotomotive. In den Wintermonaten solltet Ihr den Strand meiden. Schon häufig wurden Touristen an dieser Stelle von Riesenwellen in den offenen Atlantik gezogen.

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#5 Ausstieg auf einem anderen Planeten –  Krafla Lavafeld

Es raucht überall und riecht schweflig. So weit das Auge reicht nur schwarze und rötliche erkaltete Lava. Dieser Ort könnte auch gut auf einem anderen Planeten sein. Unwirklich und wunderschön!

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#6 Einsam Baden in weiter Landschaft – Djúpavogskörin

Im Südosten Islands findet Ihr unweit der Ringstraße dieser kostenlosen Hotpot. Das Navi auf die GPS Koordinaten GPS: +64° 39′ 15.79″, -14° 20′ 15.68″ stellen und bei der nächsten Möglichkeit in Richtung Meer die Straße verlassen. Der selbstgebaute Pool mit angenehmen 42 Grad befindet sich gut versteckt hinter einem kleinen Hügel.

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#7 Beim Einschlafen Schäfchen zählen – Bólstaðarhlíð

Von allen Unterkünften an der Ringstraße hat mir dieses airbnb an besten gefallen. Für isländische Verhältnisse erwartet Euch ein Top-Preisleistungsverhältnis. Die drei Zimmer sind brandneu, mit eigenem schönen Bad ausgestattet und wer kochen möchte hat Zugang zu einer schicken neuen Gemeinschaftsküche. Das schönste aber: Ihr habt einen Ausblick auf eine saftig grüne Schäfchenweide mit Lämmern. ♥

 

 

 

Zur Unterkunft

 

 

#8 Das verschimmelte Lavafeld entlang der Straße 427

Entlang der Straße 427 fahrt Ihr irgendwann von Norden kommend durch eine unwirkliche weiße Landschaft. Das Lavafeld ist komplett von isländischem Moos überzogen. Wie ein riesiger Schimmelteppich überbuchert das weiße Gewächs die schwarzen Steine. Ein schöner Ort für Fotos oder eine Pause im weichen Moos.

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#9 Die Hexenküche – Seltún statt Namafjall

Weniger bekannt als Namafjall im Norden ist das Schwefelquellengebiet auf der Halbinsel Reykjanes. Vom Flughafen und Reykjavik aus seid Ihr in einer halben Stunde schon hier. Auch hier blubbert, dampft und brodelt es kräftig. Das Gute an Seltùn? Im Gegensatz zu Namafjall gibt es hier kaum Besucher und keinerlei Reisebusse.

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#10 Die Riesenfumarole

Am Ende des Halbinsel Reykjanes findet Ihr die größte rauchende Fumarole der Insel. Auch diese Natursehenswüdigkeit ist bislang sehr wenig besucht. Der Gestank kommt übrigens nicht aus der Erde, sondern aus der nahe gelegenen Fischfabrik.

 

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#11 Die moosbewachsene Märchenschlucht

Wie aus einem Fanatsyfilm erhebt sich auf der Halbinsel Snaefellsnes die Moosschlucht Rauðfelsgjá. Über Jahrtausende hat sich ein kleiner Fluss in die Tiefe gegraben. Mit entsprechendem Schuhwerk könnt Ihr durch den Bach ein Stück in die Schlucht laufen. Auch die Innenseiten der Schlucht sind bis zum Grund mit grünem Moos bewachsen.

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#12 Der Geysir Strokkur

DAS Highlicht auf dem Golden Circle ist für mich definitiv der Geysir Strokkur. Alle 10 Minuten erlebt Ihr ein Naturschauspiel der Extraklasse. Dann bricht der Geysir mit einer ca. 15m hohen Wasserfontäne aus. In der Umgebung findet Ihr außerdem zahlreiche heiße Quellen und Fumarolen.

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Geysir 2

 

 

#13 Die romantische Hrunalaug

Für mich ist die Hrunalaug eine der schönsten kostenlosen Badequellen Islands. Das Wasser ist glasklar und hat perfekte Badewannentemperatur. Von den GPS-Koordinaten  N64.140339°, W20.259107° aus, bleibt weiter auf der Straße, die rechts an der Kirche vorbeiführt. Dann nächste Straße rechts einbiegen und noch ca. 200m bis zu einem Parkplatzschild fahren.

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#14 Gemütlich Zeit totschlagen vor dem Abflug im Café Petite in Keflavik

Viele Flüge zurück nach Deutschland starten erst spät in der Nacht. Eure letzten Krone könnt Ihr prima im hübschen Café Petite ca. 5 Minuten entfernt vom Airport ausgeben. Die Getränke haben sehr faire Preise für Island. Achtung, das Cafe ist etwas schwer zu finden. Es versteckt sich auf einem Hinterhof.

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Café finden

 

 

Gibt es etwas, was sich nicht lohnt?

Wenn Ihr knapp in der Zeit seid, dann würde ich Euch wirklich empfehlen Reykjavik auf Euer Rundreise auszulassen. In einem Land mit dem derzeit höchsten Preisniveau Europas macht selbst Windows-Shopping nicht wirklich Spaß. Ja, es gibt hübsche Cafés, aber auch hier verweilt man nicht gerne, möchte man sich bei den Preisen doch nicht mehr als einen einzelnen Kaffee leisten. Ansonsten ist Reykjavik recht unspektakulär und übersichtlich. Euch erwartet eine kleine mittelhübsche Stadt, die sich nicht mit anderen skandinavischen Großstädten messen kann.

Persönlich enttäuscht hat mich die „Hummerhauptstadt“ Höfn. Der Ort ist winzig, der Hafen hat keinen Flair und vom Hummerfang bekommt Ihr wirklich gar nichts mit. Es sei denn, Ihr wollt in einem der zwei Restaurants am Hafen einen Hummer für 80 Euro essen.

Island ist ein Reiseziel für Naturliebhaber. Wenn Ihr Kultur- und Stadturlaub sucht, wird Euch die Insel über kurz oder lang eher enttäuschen.

 

 

 

 

 

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