Geheimtipps für die AMALFIKÜSTE – günstig & untouristisch

Die Amalfi Küste südlich von Neapel gilt als die schönste Küste Italiens, aber ist leider auch entsprechend teuer und touristisch. Wer eine Unterkunft an Italiens spektakulärster Küste sucht, landet schnell bei altmodischen Hotelzimmern aus den 50er Jahren für 280 Euro die Nacht. Wie man den Massen an Touristen auch an den touristischen Highlights entkommen kann und gleichzeitig günstig La Dolce Vita genießt, zeige ich Euch hier.

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5 GÜNSTIGE UND UNTOURISTISCHE GEHEIMTIPPS FÜR DIE AMALFIKÜSTE  

 

#1 Übernachtet im Hinterland statt direkt an der Küste

Wer unter 100 Euro im Doppelzimmer übernachten möchte, sollte gar nicht erst anfangen in den bekannten Orten wie Sorrento, Amalfi oder Positano nach Unterkünften zu suchen. Auch wer einen gewissen modernen Standard sucht, wird oft in den Küstenorten enttäuscht werden, denn der Stil der Hotels entspricht häufig den 50er und 60er Jahren – der Hochzeit der ersten Italienreisewelle. Wer mit dem Mietauto unterwegs ist, sollte daher direkt nach Unterkünften im Landesinneren suchen. In Dörfern wie San Lazzaro oder San Michele erwartet Euch nicht nur ein günstigeres sondern auch ein authentischeres und ruhigeres Italien als an der touristischen Küste.

Meine zwei Hoteltipps für die Amalfiküste:

Eine richtig moderne und gerade erst eröffnete Unterkunft ist das Domo20 in Vico Equense nahe Sorrento und Capri. Wir haben hier für weniger als 80 Euro/ Nacht geschlafen. Die Zimmer sind stylisch und haben eine großartige Dusche. Und von dem kleinen Pool der Dachterrasse aus, könnt Ihr jeden Abend den Sonnenuntergang über Capri zelebrieren.

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Dachterrasse und Pool im Domo 20 (Quelle: 2. Bild tripadvisor.de)

Wer einmal in einem historischen Palazzo schlafen möchte, dem sei das Palazzo Lauritano im Bergdorf San Lazzaro ans Herz  gelegt. Auch hier gibt es bereits Zimmer ab 70 Euro/ Nacht.

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Palazzo Lauritano (Quelle: Bild tripadvisor.de)

 

#2 Wandert auf dem Weg der Götter anstatt im Stau auf der Uferstraße zu stehen

Wer den Touristenmengen unten an der Küste entgehen möchte, der entscheidet sich für eine Panoramawanderung auf dem spektakulären Sentiore dei Dei – dem Weg der Götter. Der Wanderweg beginnt in Agerola und führt oben an der Steilküste entlang bis zu einem Abstieg über viele Stufen nach Positano. In Agerola gibt es einen kostenlosen Parkplatz, wo Ihr Euer Auto abstellen könnt. Zwar waren wir nicht immer alleine auf dem Weg unterwegs, aber im Vergleich zu den Küstenorten erwartete uns eine untouristische Wanderung. Der Weg ist von der Schwierigkeit her leicht zu laufen und gut beschildert, so dass Ihr Euch nicht verlaufen werdet.

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Nach ca. 1,5 – 2 Stunden erreicht Ihr ein kleines schönes Café, in dem es hausgemachten Limoncello und Antipasti Platten gibt. Von der Terrasse aus erwartet Euch wieder ein unglaublicher Blick auf die Küste. Wer nun nicht die 1.000 Stufen nach Positano absteigen und mit dem Bus über Amalfi zurück nach Agerola fahren möchte, der geht an dieser Stelle den Weg einfach wieder zurück nach Agerola. So würde ich es zumindest das nächste Mal machen.

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#3 Umrundet Capri selber mit dem Motorboot anstatt eine teure touristische Grottentour zu buchen

Capri gilt als eine der schönsten Inseln der Welt und entsprechend groß sind die Touristenmassen, die dort jeden Tag hinströmen. Die Frage, die sich wohl jeder Besucher Capris vor seiner Überfahrt stellt ist: Muss man die blaue Grotte sehen oder nicht? Wir haben sie nicht gesehen, hatten aber trotzdem viel Spaß und vermutlich mehr als die auf den Ausflugsbooten zusammen geferchten Touristen, die vor der Grotte warteten.

Auf Capri kann man sich nämlich selber ein Motorboot mieten und damit die Insel umrunden – ohne Motorboot Führerschein! (Gibt’s nur in Italien.)  Für zwei Stunden haben wir dafür zwar 100 Euro bezahlt, aber konnten halten und baden wo wir wollten fernab der Touristenmenge. Für mich war diese eigene Bootstour im wirklich schicken Motorboot mit gemütlichen Sitzflächen und Badeleiter das Highlight der Reise!

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#4 Praiano anstatt Positano oder Amalfi 

Praiano ist noch etwas weniger touristisch als die berühmten Küstenorte Positano oder Amalfi, aber genauso schön. Schon die Parkplatzsuche gestaltet sich hier deutlich leichter. Auch befinden sich in der Gegend viele kleine nette Buchten zum Baden. Der Stadtstrand in Amalfi hat mir selber gar nicht gefallen. Generell solltet Ihr übrigens keine schönen Strände an der Amalfiküste erwarten. Auch empfiehlt sich  an den vielen Kiesstränden das Mitbringen von Badeschuhen. Italiener liegen übrigens gerne dicht an dicht wie die Sardinen am Strand, was für deutsche Reisende eher ungewohnt ist.

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#5 Eine Riesenzitrone als Mitbringsel anstatt eines kitschigen Souvenirs

Die Amalfiküste ist berühmt für ihre Zitronen. Noch nie in meinem Leben habe ich so riesige Zitronen gesehen! Einige Zitronen erreichen die Größe von Kokosnüssen. Wer an die Amalfiküste fährt, sollte daher unbedingt seinen Lieben Zuhause einmal so eine Riesenzitrone mitbringen.

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Gibt es auch etwas, was sich nicht lohnt?

Amalfi und Positano waren so voller Touristen, dass es schon einfach nicht mehr schön war. Besser gefallen haben mir persönlich Sorrento, Praiano und die noch recht authentische Stadt Vico Equense.

Die berühmte Cala di Furore ist oben von der Brücke fotografiert ein tolles Fotomotiv. Den Abstieg kann man sich hingegen sparen, denn die Bucht wird scheinbar als Kloake genutzt. Der Geruch war unten an den Stufen angekommen widerlich. Wohl auch deshalb wollte hier niemand baden gehen.

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Wer an der Amalfiküste Auto fahren möchte, sollte auf dichten Verkehr, Staus und unglaublich enge Straßen vorbereitet sein. Ihr solltet unbedingt einen Kleinwagen der winzigsten Kategorie buchen. Dennoch würde ich immer wieder mit dem Auto die beeindruckende Küstenstraße entlang fahren. Die Busse verkehren zwar sehr regelmäßig und fahren auch in die hoch gelegenen Dörfer, allerdings waren alle Busse immer unglaublich überfüllt.  Selberfahren an der Amalfiküste ist machbar, Ihr solltet allerdings mutige und stressresistente Autofahrer sein. 🙂

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