PETRA in JORDANIEN 2018 – Die wichtigsten Fragen & Antworten zu Besichtigung, Sicherheit & Unterkunft

Tipps für Petra Insidertipps

Petra ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Mittleren Ostens und stand daher ganz oben auf unserer Reiseliste für Jordanien. Vor unserer Reise habe ich mich gefragt, ob man es in Petra im Juli überhaupt länger als eine Stunde aushalten kann? Und wie überfüllt und touristisch ist eine Sehenswürdigkeit, die zu den Neuen Weltwundern gehört? Ich erinnere mich leider immer noch ungern an die Disneyland ähnliche Souvenirhölle bei der Chichen Itza und an Selfistick Kämpfe auf der Großen Mauer in ChinaDie wichtigsten Fragen zu Petra und meine Antworten findet Ihr hier.

 

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DIE 9 WICHTIGSTEN FRAGEN UND ANTWORTEN FÜR EINEN TAG IN PETRA – ZU BESICHTIGUNG, SICHERHEIT & UNTERKUNFT 

 

1. Wie viele Tage solltet Ihr in Petra wirklich verbringen?

Im Reiseführern wird immer wieder empfohlen, die Felsenstadt mindestens zwei Tage – besser drei Tage – zu besuchen. Wir waren am Ende froh nur einen halben Tag in Petra gewesen zu sein. Wer kein Hobby-Archäologe ist, dem reicht die Wanderung durch die beeindruckende Schlucht, der Blick auf das Schatzhaus (das Ihr nach ca. 30 Minuten vom Eingang aus durch die Schlucht Siq erreicht) und vielleicht noch eine Wanderung zum Felsentempel Ad Deir (vom Schatzhaus aus nochmal ca. 1,5h zu Fuß).  Dazwischen lauft Ihr an allen anderen bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Römischen Theater oder der Königswand automatisch vorbei. Fazit: Ein Tag in Petra ist absolut ausreichend.

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Das berühmte Schatzhaus
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Die Königsgräberwand von Petra

 

2. Was ist die beste Reisezeit für Petra?

Die beste Reisezeit für Petra ist von März bis Mai oder in den Herbstmonaten September, Oktober und November. Im Winter kann es zu Regenfällen kommen, die die berühmte Schlucht schnell in einen Sturzbach verwandeln, was unverzüglich zur Schließung der Ausgrabungsstätte führt.

Vor einem Besuch von Petra in den Sommermonaten wird aufgrund der Hitze eher abgeraten. Wir haben Petra dennoch im Juli besucht. Unser Wecker klingelte vor dem Sonnenaufgang und um 8 Uhr waren wir am berühmten Schatzhaus Khazne al Firaun – fast alleine.  Im Sommer sind insgesamt weniger Touristen in Petra. Wer vor der Mittagshitze zurück ist, kann die Felsenstadt also auch gut im Juli oder August besuchen. Die Temperaturen würde ich mit einem Sommertag in Griechenland oder Spanien vergleichen.

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Die berühmte Schlucht Siq führt in 30 Min zum Schatzhaus
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Einsamkeit und Ruhe um 7 Uhr morgens in Petra
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Auch im Juli ist Petra ohne Hitzeschlag besuchbar – wenn Ihr früh aufsteht.

 

3. Hoteltipps für Petra – Wo übernachtet Ihr am schönsten?

Wenn Ihr Petra besuchen wollt, übernachtet Ihr im nahen Wadi Musa. Ich habe mich lange mit der Unterkunftssuche bei Petra beschäftigt. Wer mit dem Mietauto unterwegs ist, dem empfehle ich das Old Village Hotel & Resort. Meiner Meinung nach findet Ihr hier das mit Abstand beste Preis-Leistungsverhältnis im Wadi Musa. Ihr übernachtet in traditionellen kühlen Felssteinhäusern mit riesigen Zimmern und das Restaurant bietet einen großartigen Ausblick über das ganze Tal. Wer ohne Auto anreist, für den stellt das Hotel zwei Mal am Tag einen Shuttle zum Eingang von Petra. Direkt neben dem Eingang liegt übrigens das Mövenpick Hotel, das aber leider nicht sehr gut bewertet ist.

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Unser Doppelzimmer für 80 Euro/Nacht im Old Village Hotel
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Abendessen mit Athmosphäre im Old Village Hotel
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Abendessen mit Ausblick

 

4. Kann man Petra auch besichtigen, wenn man älter und nicht gut zu Fuß ist?

Ja, das ist kein Problem, denn mit Kamelen, Eseln und Pferdewagen gibt es auf der Ausgrabungsstätte zahlreiche Möglichkeiten, nicht die ganze Strecke laufen zu müssen.

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Wem auf dem Rückweg die Beine weh tun, der nimmt das Kamel.

 

5. Zu welcher Uhrzeit solltet Ihr Petra besuchen? 

Die Öffnungszeit der Ausgrabungsstätte ist von 06:00 bis 17:00. Ich würde jedem Besucher unbedingt empfehlen, bereits um 7 Uhr den Weg durch die Schlucht zu beginnen bevor die Touristenbusse aus Amman und vom Toten Meer ankommen.

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Das Schatzhaus einsam morgens um 8 Uhr
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Gegen 11 Uhr ist es am Schatzhaus bereits deutlicher mehr los.

 

6. Ist Petra sicher? 

Wie ist es um die Sicherheit auf der Ausgrabungsstätte bestellt? Wir haben uns in Jordanien die ganze Zeit sehr sicher gefühlt (Stand: 2018). Vor dem Wadi Musa passiert man einige Verkehrskontrollen, so dass wir das Gefühl hatten, es wird genau kontrolliert und beobachtet, wer zu Jordaniens berühmtester Sehenswürdigkeit fährt. Laut der aktuellen Word Risk Map gilt Jordanien übrigens als sehr sicheres Reiseziel!

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7. Wie teuer ist der Eintritt für Petra (2018)?

Aktuell (Stand: 2018) zahlt Ihr für einen Tag in Petra 50 JOD. Günstiger kommt Ihr mit dem Jordan Pass weg. Der Jordan Pass kostet 70 JOD und beinhaltet neben den Visagebühren auch den Eintritt für Petra, ins Wadi Rum und zu vielen weiteren Sehenswürdigkeiten des Landes. Der Pass kann bequem vor Euer Reise online bezahlt und ausgedruckt werden.

Hier gibt’s den Jordan Pass

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8. Wie kommt Ihr nach Petra mit dem Mietauto?

Das Straßen in Jordanien sind insgesamt in sehr gutem Zustand. Der Verkehr außerhalb der Städte ist sehr entspannt und das Benzin vergleichsweise günstig. Drei Gründe also, Petra mit dem Auto zu besuchen. Eine schöne Strecke von Amman aus führt über die Straße 817.

Wer ohne Auto unterwegs ist, der kann sich eine Tagestour – besser noch eine Zweitagestour mit Übernachtung im Wadi Musa – von Amman aus buchen. Auch von Israel aus werden übrigens Touren nach Petra angeboten. Diese kosten allerdings meist deutlich über 300 Euro.

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Auf dem Weg ins Wadi Musa auf der Straße 817.

 

9. Wie touristisch ist Petra denn jetzt?

Berühmte Sehenswürdigkeiten bieten immer den Nachteil, dass man sie selten für sich alleine genießen kann. Ich persönlich habe Petra am Ende als deutlich weniger touristisch empfunden als die Große Mauer, Chichen Itza, Pompeji & Co. Und das lag nicht nur daran, dass wir zum Sonnenaufgang und in der Nebensaison unterwegs waren.

Schon als wir ins Wadi Musa fuhren, wirkte die kleine Stadt nicht so als würde sich hier die wichtigste und schönste Sehenswürdigkeit des Landes – vielleicht sogar der ganzen Region – befinden. Im Wadi Musa gibt es einige Hotels – aber nicht viele – und eine Hand voll Restaurants. Die Straße mit den Souvenirshops und Menükarten mit Fotos sucht man zum Glück vergebens. Der Parkplatz vor der Ausgrabungsstätte ist kostenlos. Natürlich bieten einem zahlreiche Einheimische Ihre Esel, Kamele und Pferde zum Transport an, aber aggressive Verkäufer wie in Marokko oder Ägypten sind nirgends zu sehen. Die wenigen Stände mit Souvenirs für Touristen direkt in der Ausgrabung von Petra, die zumeist von Beduinenfrauen geführt werden, fand ich sogar geschmackvoll.

Fazit: Für ein Neues Weltwunder bietet Petra noch ungewöhnlich viel untouristische Ruhe und  zu manchen Tageszeiten sogar Einsamkeit.

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2 Kommentare zu „PETRA in JORDANIEN 2018 – Die wichtigsten Fragen & Antworten zu Besichtigung, Sicherheit & Unterkunft

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